Burton Grails: Snowboards als Kunstwerke – Grafikdesigns für die Galerie
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Snowboarding ist eine Kunstform – und das gilt ebenso für die Grafiken auf unseren Boards
Das wissen alle, die snowboarden. Und bei Burton haben wir immer daran geglaubt, dass Snowboards diese Wahrheit widerspiegeln sollten – sowohl in ihrer Konstruktion als auch in der Grafik, die sie ziert.
Deshalb geben wir uns nie mit bloß „schönen“ Grafiken zufrieden. Warum nicht einen Schritt weitergehen? Warum nicht mit den weltweit renommiertesten Künstler*innen und Kreativen zusammenarbeiten, um Boards zu schaffen, die echte Kunstwerke sind?

Wenn du so tickst wie wir, hast du vielleicht schon mal davon geträumt, ein Piece vom Gonz zu besitzen. Oder du hast in einem Museum gestanden und dir gewünscht, dass ein Haring oder Warhol bei dir an der Wand hängt. Genau das wollten wir mit unseren Boards erreichen: Werke unter den Füßen, die später als Sammlerstück über dem Kamin hängen könnten.
Hier sind einige unserer liebsten, museumsreifen Snowboards – entstanden in Zusammenarbeit mit einigen der einflussreichsten Künstler*innen der Welt.
Burton Custom LTD (2004)
Künstler: STASH


Was wäre ein besserer Einstieg als ein Design, das uns möglicherweise eine Unterlassungsklage eingebracht hat (oops)? 2004 arbeiteten wir mit dem legendären Graffiti-Künstler Josh „STASH“ Franklin aus NYC zusammen. Inspiriert von den Graffitis in der U-Bahn auf dem Schulweg, begann STASH früh selbst zur Spraydose zu greifen.
Schon mit 17 stellte er gemeinsam mit Ikonen wie Keith Haring und Jean-Michel Basquiat aus. Zwei Jahrzehnte später hatten wir das Glück, dass er 2004 unsere Custom LTD mitgestaltete – 500 Boards, verteilt auf vier Motive. Neben STASHs Artwork war dieses Modell auch das erste mit unserer Infinite Ride-Technologie, mit der wir das Einfahren eines Boards bereits im Fertigungsprozess übernehmen konnten.
Ob wir die Sache mit Krylon (wegen der Spraydosen-Grafik) gebraucht hätten, sei dahingestellt – aber ein bisschen „guter Ärger“ hat Snowboarding schon immer weitergebracht.
Burton Malolo (2007)
Künstler: Thomas Campbell

2007 wollten wir ein Board entwerfen, das den gesamten Berg wie einen Terrain Park behandelt. Heraus kam der Malolo – eine Fusion aus dem Freeride-orientierten Fish und dem Freestyle-Klassiker Custom.
Thomas Campbell, bekannt seit den frühen 90ern, war für uns der perfekte Künstler. Seine Werke sind tief in der Snow-, Skate- und Musikkultur verwurzelt – genau wie Burton. Als wir ihn baten, das Malolo zu gestalten, ließ er sich direkt vom DIY-Spirit dieser Communities inspirieren.
Das Ergebnis war ein Kunstwerk, das gemalt, collagiert und sogar vernäht wurde – eine Hommage an den handgemachten Ansatz, der unsere Szene bis heute prägt.


Burton Warhol Custom — Knives (2008)
Künstler : Andy Warhol

Noch ein Custom. Noch ein Highlight. Wer Andy Warhol nicht kennt, hat Kunstgeschichte verpasst. Ihn auf einem unserer ikonischsten Boards zu feiern, war ein Meilenstein für uns.
In Zusammenarbeit mit der Andy Warhol Foundation entstand eine Serie, die sein Designverständnis, seinen revolutionären Stil und seine Nonkonformität widerspiegelt – alles Werte, die auch bei Burton tief verankert sind.
Jede Boardgröße hatte ihr eigenes Artwork, aber unser Favorit bleibt die 158er “Knives”. Absolut Warhol, absolut Snowboarding in den 2000ern.

Burton Vapor (2009)
Künstler: Futura



Jake Burton Carpenter war New Yorker – mit Stolz. Kein Wunder also, dass viele unserer Collaborations mit NYC-Künstler*innen entstanden.
So auch beim Vapor von 2009, gemeinsam mit dem Graffiti-Künstler Futura. Unsere Designer*innen investierten unzählige Stunden in das ultraleichte Design dieses Boards. Klar, dass es visuell ebenso innovativ sein musste. Das Ergebnis: ein absoluter Favorit von Burton Team Rider Kevin Pearce.
Futura, ein Pionier abstrakter Graffiti-Kunst, begann auf denselben U-Bahn-Strecken wie STASH. Seinen Durchbruch hatte er mit Bühnenbildern für The Clash. Statt klassischer Lettering Styles arbeitete er mit feinen Linien und abstrakten Formen – perfekt passend zur radikal neuen Bauweise des Vapor.
Burton Philosopher (2017)
Künstler: Jake Burton Carpenter X Jeff Koons


Laut Archivar Todd “TK” Kohlman war dies wohl das aufwendigste Boardprojekt der Firmengeschichte. „Das Philosopher 2017 brauchte mehrere Produktionsrunden“, sagt er. „Aber jede Minute war es wert.“
Jeff Koons, bekannt für ikonische Skulpturen und florale Kunstwerke, arbeitete mit uns gemeinsam an diesem Board. Das Thema: Transzendenz. Es dauerte über zwei Jahre, um die richtige Technik für die reflektierende Oberfläche zu entwickeln. Die Lösung? Die größten Folienstempel, die je auf einem Snowboard verwendet wurden – als Hommage an Platons Höhlengleichnis.
Das Beste: Der gesamte Erlös der limitierten 50-Board-Serie ging an die Chill Foundation, die junge Menschen durch Boardsport stärkt und Vielfalt in der Outdoor-Community fördert.
Burton Deep Thinker (2018)
Künstler: Mark Gonzales
Der Deep Thinker 2018 war einer von zwei Pro-Modellen von Danny Davis – und eine echte Hommage an die Burton-Historie.
Die Zusammenarbeit mit Skate-Legende Mark Gonzales brachte ein Artwork hervor, das simpel und chaotisch, klar und farbenfroh zugleich war. Gleichzeitig war es eine Referenz an zwei weitere Burton-Legenden: Jeff Brushie (1993 Trout Graphic) und Michi Albin (2002er Gonz-Design „Burtin“).
Das Ergebnis: ein Design, das Burton-Geschichte, Team Rider und Kunst miteinander vereinte. Eines der besten Danny-Collabs bisher.


Burton Deep Thinker (2020)
Künstler : Keith Haring


Kaum ein Künstler ist so eng mit dem New Yorker Graffiti der 80er verbunden wie Keith Haring. Seine Werke brachten Street Art in die breite Öffentlichkeit – oft mit sozialem Anspruch.
Viele unserer Designer*innen hatten Haring-Prints seit Jahren an der Wand. Als Danny Davis vorschlug, eines seiner Artworks für den Deep Thinker zu nutzen, begannen wir zu stöbern.
Designer Jack Tupper erzählt: „Wir haben Danny ein Sheet mit Haring-Grafiken gegeben. Er hat seine Favoriten ausgewählt, wir haben Prototypen gebaut, Feedback eingeholt – am Ende hatte Danny das letzte Wort.“ Ergebnis: Ein Klassiker.
Burton Alekesam (2024)
Künstler: Selema Masekela X Chase Hall
Als wir gemeinsam mit Selema Masekela ein neues Directional-Board für möglichst viele Rider*innen entwickelten, war klar: Die Grafik muss besonders sein.
Selemas Wunschkandidat: Maler Chase Hall, New Yorker mit Fokus auf biethnische Identität und Schwarze Gesichter an „ungewohnten Orten“. Seine Leidenschaft für Board-Grafiken in den 90ern/00ern trieb ihn zur Kunst.
Das Artwork stammt aus seinem Gemälde „Portrait of a Cowboy“, inspiriert von der Geschichte Schwarzer Cowboys in Amerika. Bei Ankündigung schrieb Chase:
“An Black Adventurism and Endless Nuance.”
“An Black Adventurism and Endless Nuance.”
Performance steht bei Snowboards an erster Stelle. Aber wir sind genauso stolz darauf, wie unsere Boards aussehen. Denn jedes Deck ist ein Medium für Ausdruck, Kreativität und Individualität – und das gehört gefeiert.
Zusammen mit Riderinnen, Designerinnen, Freundinnen und legendären Künstlerinnen haben wir Boards geschaffen, die mehr sind als Sportgeräte. Sie sind fahrbare Kunstwerke – gemacht für den Schnee, bestimmt für die Wand.