Burton Grails: Das Vermächtnis der frühen Analog Outerwear
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Vor fast 25 Jahren brachte Burton eine Linie auf den Markt, die das Verständnis von Snowboard-Outerwear für immer verändern sollte.
Ins Leben gerufen von Greg Dacyshyn, dem ehemaligen Chief Creative Officer von Burton, und dem legendären Teamfahrer Jeff Anderson (†), entstand Analog aus dem Wunsch, den kreativen, nonkonformen Geist des Snowboardens mit der Energie von Mode und Kunst zu vereinen – ohne dabei je auf Funktion zu verzichten.
Mit unerwarteten Materialien, experimentellen Passformen und technischer Innovation in jeder Naht setzte Analog nicht auf Trends – es definierte sie.
Seit 2001 wehrt sich Analog gegen das Gewöhnliche – mit limitierten Releases, durchdachten Details und einem klaren „No Rules“-Ansatz. Wir haben ins Archiv gegriffen und einige unserer Lieblingsstücke herausgeholt, die damals die Kultur mitprägten – und heute noch für Hingucker sorgen.
Q Jacket (2002)



Vor allem in den Anfangsjahren ließ sich Analog stark von Militärkleidung und revolutionären Designs inspirieren. Die Q Jacket war dafür ein Paradebeispiel – mit ihren militärischen Farbtönen und den versteckten Utility-Taschen im Surplus-Stil. Sublime Akzente, Storm-lite-Konstruktion, verdeckte Brustfächer und erweiterbare Taschen machten die Q Jacket früh zu einem stilprägenden Klassiker – auf dem Berg und in der Stadt.
Vom Streetspot bis zur Après-Bar – die Q Jacket war (und ist) Style mit Substanz.
Leather/Down Jacket (2003)



Bis heute kennen wir kaum eine andere Marke, die sich an eine komplette Daunenjacke aus Leder gewagt hat. Diese Version bestand zu 100 % aus zweifarbigem Leder und war mit Gänsedaunen gefüllt – warm genug für die Apokalypse. Kein Wunder, dass sich im Kapuzenfutter ein subtiler Verweis auf Planet der Affen verbarg.
Mit Features wie Achselreißverschlüssen und klassischen Handwärmertaschen verband die Leather/Down technische Funktionalität mit Streetwear-Vibes. Unser Lieblingsdetail? Die magnetisch verschlossene Tasche für Handy oder MP3-Player mit integriertem Kabelkanal – zu einer Zeit, als beides noch brandneu war.
Mandalore Jacket (2003)



Die Mandalore baute die militärisch inspirierte Designsprache von Analog weiter aus – dieses Mal mit noch mehr Tech. Inspiriert von Star Wars war diese Jacke selbst für heutige Verhältnisse ein echter Hingucker dank auffälliger Colorblocks.
Dank Storm-lite 4.0 war sie mit einer 15K-Wassersäule ausgestattet, inklusive Exo-Contour-Kapuze für maximalen Wetterschutz. Besonders beeindruckend: die Vielzahl an Taschen – ein Markenzeichen der Analog-Linie. Mit Utility-System am Unterarm, doppelt zugänglichen Fronttaschen und Innenfächern für Media und Goggle war die Mandalore ihrer Zeit weit voraus.
Asian Light Jacket (2005)



Eines der Highlights unserer Damenkollektion: Die Asian Light Jacket verkörperte Analogs Mission, Konventionen zu durchbrechen. Sie war so anders, dass sie sogar für Analog-Verhältnisse überraschend war – deutlich weniger militärisch, dafür mit außergewöhnlich eleganten Design-Details.
Mit ihrer dezenten College-Silhouette, edlem gestepptem Satin-Look außen und passendem Innenfutter setzte sie neue Maßstäbe. Besonders auffällig: die maßgefertigte Stickerei – ein weiterer Beweis, wie Analog Outerwear komplett neu interpretierte.
Black Ops Jacket (2005)



Die „Waffe der Wahl“ aus der 2005er-Kollektion war wohl eine der technisch und taktisch ausgereiftesten Jacken aller Zeiten. Die 3-Lagen-Storm-lite-5.0-Shell mit 20K-Wassersäule war nur der Anfang – dieses Teil steckte voller Überraschungen.
Unzählige Reißverschlüsse, Taschen, Ärmel-Features, Klettpanels und sogar ein integrierter Rucksack, der gleichzeitig als Tragetasche diente. Abgerundet wurde das Ganze durch ein abnehmbares, vorgeformtes Case auf der Brust, ein Kragen-Belüftungssystem, genietete Mode-Medaillen und ein funktionierendes Beleuchtungssystem.
Ob allein oder mit der Crew – die Black Ops Jacket war bereit für alles. Tag und Nacht.
Adaptor Jacket (2008)




Schon mal davon geträumt, deine Outerwear jeden Tag individuell zu gestalten? Genau das war die Idee hinter der Adaptor Jacket von 2008. Komplett teilbar, mit fünf verschiedenen Farbschemen zur Auswahl, erlaubte sie individuelle Two-Tone-Combos für maximale Gestaltungsfreiheit. Und dank 5K Aero-Ripstop-Material war das Ganze auch noch erschwinglich.
Trotz allem bot die Jacke volle Funktionalität: verklebte Nähte, Polyester-Isolierung, Achselbelüftung, abnehmbarer Schneefang, Handwärmertaschen – alles da, was man auf dem Berg braucht.
Egal welcher Tag, egal welcher Style – die Adaptor war ready.
Nach fast 25 Jahren unkonventioneller Innovation setzt Analog weiterhin Maßstäbe dafür, was Snowboardbekleidung sein kann.
Von der revolutionären Einführung 2001 bis zum Comeback 2021 – die Marke hat sich immer wieder neu erfunden, ohne dabei ihren Kern zu verlieren: Kreativität, Technologie und Individualität.
Ob maßgeschneiderte Silhouetten mit taktischer Funktion oder Audio-Technologie direkt in der Jacke – Analog war nie davor zurückgeschreckt, „weird“ zu sein. Und genau das macht sie bis heute ikonisch.
Hier’s auf die Vergangenheit, die uns geprägt hat – und die Zukunft, die wir weiterhin formen.